Ich hatte ja schon ein wenig Rohkost praktiziert (nicht vegan orientiert, aber zwangsweise fast vegan, da ich mich an rohe tierische Lebensmittel noch nicht so herangetraut hatte, außer ein Eigelb alle paar Tage…), aber ohne dieses Buch hätte ich es trotzdem nicht so schnell so gut hinbekommen, den Rohkostweg zu gehen. Ich hätte das Buch gerne früher gehabt, aber leider gab es das da ja noch nicht. Schön wäre es gewesen, wenn ich mit diesem Buch hätte bginnen können. Wenn ich es bereits schon durchgelesen hätte, bevor ich mich mit der Rohkost versucht habe. Nun ja, besser spät als nie!!! Jedenfalls hat mir dieser fast vegane Weg nicht gut getan, da mir viele der im Buch vorgestellten Zusammenhänge noch nicht bekannt waren.

Ich finde es sehr gut, dass dieses Buch auch auf vegetarisch und vegan orientierte Menschen eingeht. Dadurch wird klar, ob und wie es möglich sein könnte, auch diese Wege zu praktizieren.

Gerade für vegan orientierte Menschen finde ich dieses Buch sehr empfehlenswert, da man über die Zusammenhänge einer ausgewogenen Ernährung informiert sein sollte, damit man in der Lage ist, dem Körper auch alles zuzuführen, was er braucht. Omnivor scheint es einfacher zu sein, als vegan. Deshalb ist dieses Buch ein MUSS für Veganer, denn gerade sie haben es in meinen Augen schwerer.
Aber auch als Omnivor kann man viele Fehler machen, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Deshalb lohnt sich dieses Buch immer und für jeden! Sogar für Kochköstler kann ich es nur empfehlen, da es auch für diese von Vorteil ist, eine ausgewogene Ernährung zu praktizieren. Die dafür wichtigen Zusammenhänge lassen sich super auch auf die Kochkost übertragen.

Besonders toll finde ich an dem Buch, dass man sich selbst aussuchen kann, welche von den vorgestellten Lebensmitteln man einbezieht je nach Wohnort (vom Nordpol bis zu den Tropen). Das bedeutet also, man kann sich seine Rohkost sehr regional gestalten, wenn man kann und möchte und an die nötigen Produkte in ausreichender Menge und Qualität kommt.

Aber am besten sind die Vergleichstests von Lebensmitteln, um die eigene Wahrnehmung zu schulen und wieder Herr über seine Sinne zu werden. Nach und nach gelingt es mir, immer mehr und immer besser auf meinen Körper und meine Sinne zu achten. Und das ist das wichtigste: Denn nur der eigene Körper kann einem sagen, was er wirklich braucht. Aber bevor Sie jetzt gleich in die nächste Pommesbude rennen, weil der Körper da gerade Lust drauf hat, seien Sie gewarnt: Der Körper kann nur nach dem verlangen, was er kennt. Deshalb sollte man ihn die ungewohnten rohen Lebensmittel erstmal sorgfältig kennenlernen lassen! Und die Pommes dann vielleicht trotzdem besser erstmal noch essen oder aber auch überlegen: Was ist da eigentlich drin in den Pommes? Was will mein Körper wirklich? Um genau DAS zu erfahren und spüren zu lernen, ist dieses Buch eine große Hilfe!
Und mein persönlicher Tipp dazu: den Kopf dann nach und nach wieder langsam ausschalten und das Bauchgefühl übernehmen lassen!